Das christliche Haus – ein Ort der Gottesfurcht und des Glaubens (1)

Gott zeigt uns in seinem Wort nicht nur Grundsätze, die unser persönliches Leben als Christen betreffen, sondern Er beschäftigt uns auch mit seinen Gedanken zu unserem gemeinsamen Leben in Ehe und Familie. Unsere Häuser sollen Stätten der Gottesfurcht und des Glaubens sein. Mit diesem Thema wollen wir uns etwas ausführlicher befassen und dabei versuchen, drei Fragen zu beantworten:

  1. Was ist eine christliche Familie?
  2. Wie zeigt sich Gottesfurcht in der Familie?
  3. Wie zeigt sich der Glaube in der Familie?

1. Die christliche Familie

Viele Menschen meinen heute, christliche Familien seien deshalb christlich, weil sie in christlichen Ländern wohnen. Andere denken, dass man dann eine christliche Familie werde, wenn die Eltern irgendeiner christlichen Religionsgemeinschaft angehören. Beide Ansichten sind falsch und gründen sich nicht auf Gottes Wort.

Wie eine christliche Familie entsteht und welche Kennzeichen sie hat, sehen wir z.B. in Apostelgeschichte 16,30-34. Erinnern wir uns anhand der Geschichte des Kerkermeisters von Philippi an fünf wichtige Punkte:

1. «Was muss ich tun, um errettet zu werden?»

In jeder christlichen Familie kennen die Eltern, und zwar jeder Teil für sich, einen Tag in ihrem persönlichen Leben, an dem sie innerlich aufgerüttelt wurden und erkannten, dass sie verlorene Sünder waren und die Rettung Gottes brauchten. Das ist der Anfangspunkt jeder christlichen Familie.

2. «Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden»

Wer erkannt hat, dass er verloren ist, kann das Heil nur ergreifen, wenn er sich im Glauben völlig auf die Person des Herrn Jesus und das von Ihm vollbrachte Werk stützt. «Glaube an den Herrn Jesus» – das ist das Fundament für Ehe und Familie.

3. «Du und dein Haus»

Die Eltern brauchen ein tiefes Bewusstsein von der Tatsache, dass das ganze Haus, d.h. auch die Kinder, von Natur aus Sünder sind. Wer kleine Kinder hat und sie beobachtet, merkt sehr schnell, dass sie Sünder sind, in denen sich Eigenwille und Ungehorsam regt. In Psalm 51,7 wird dies bestätigt: «Siehe, in Ungerechtigkeit bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.» Das sollen christliche Eltern nicht vergessen. David sagt weiter:

«Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weisser sein als Schnee.» Das sollte das tägliche Anliegen christlicher Eltern in Bezug auf ihre Kinder sein. Keine Eltern können ihre Kinder erretten, das muss der Herr tun. Keine Eltern können ihre Kinder bekehren, das müssen sie selbst tun. Alle christlichen Eltern aber können für ihre Kinder beten.

4. «Sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren»

Jede wirklich christliche Familie hat offene Ohren für das Wort Gottes. Das Wort Gottes und seine darin niedergelegten Gedanken zeigen uns seinen Willen auch für Ehe und Familie. Unsere eigenen Gedanken führen uns immer in die Irre, aber das Befolgen von Gottes Wort bringt Segen.

5. «Er … frohlockte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus»

Eine christliche Ehe ist schliesslich von Dank und Freude gekennzeichnet.

Es ist ein grosses Vorrecht, Gott für das im Herrn Jesus empfangene Heil zu danken. Selbstverständlich danken wir in der Familie für allen äusseren Segen, aber wir sollten keine Gelegenheit auslassen, Gott für sein wunderbares Heil zu preisen. Auch die Gebete zu den gemeinsamen Mahlzeiten sind dazu ein geeigneter Anlass.