Die wahre Speise

Johannes 6,1-71

Gedanken zu Johannes 6

Das Brot des Lebens

In Johannes 6,1-13 lesen wir, wie der Herr Jesus Brote und Fische vermehrte und damit die Volksmengen speiste. Alle konnten essen, so viel sie wollten. Alle wurden satt, ja, es blieben schliesslich sogar zwölf Handkörbe mit Brocken übrig. Welch eine beeindruckende Demonstration der göttlichen Gnade und Macht zugunsten des irdischen Volkes Gottes! Der Sohn Gottes war gegenwärtig, um die Bedürfnisse der Menschen zu stillen.

Aber der Herr Jesus wollte nicht einfach, dass hungrige Menschen satt wurden. Er wollte den Juden und mit ihnen allen Menschen klar machen, dass der Mensch tiefere und wichtigere Bedürfnisse hat. Es ging Ihm um die Lebensbedürfnisse, die nur Er völlig stillen kann. Das ist ein Grund, weshalb Er dieses Wunder vollbrachte und sich anschliessend als vollkommener Lehrer erwies (Hiob 36,22). Mit grosser Geduld bemühte Er sich, den Menschen zu zeigen, wo und wie sie ihre elementaren Lebensbedürfnisse stillen können (V. 25-59).

So knüpft der Herr in seinen Belehrungen bei der Brotvermehrung an, um dann die geistliche Speise vorzustellen, die ins ewige Leben bleibt und die Er als Sohn des Menschen gibt (V. 27). Er lenkt die Blicke der Menschen weg von den natürlichen Broten, die Er vermehrt hat, weg vom Manna, das Gott einst als Nahrung in der Wüste gegeben hatte, um sie auf das Brot des Lebens zu richten (V. 31-35).

  • Nicht Mose, der Gesetzgeber, sondern Gott, der Vater, gibt in seiner Gnade dieses Brot.
  • Es ist kein natürliches Nahrungsmittel, sondern das wahrhaftige Brot als Speise für das Herz.
  • Es wird Brot Gottes genannt, weil es von Ihm, der Quelle des Lebens, kommt und Leben geben kann.
  • Dieses Brot ist nicht eine Sache, sondern eine Person, die aus dem Himmel herabkommt.
  • Das Angebot dieses Brotes beschränkt sich nicht auf die Juden, es gilt für die ganze Welt und bietet allen Menschen Leben an.1

Durch seine Worte weckt der Herr Jesus in den Herzen der Zuhörer ein Verlangen nach dieser Speise, ganz ähnlich wie bei der Frau von Sichar, bei der Er ein Sehnen nach dem lebendigen Wasser geweckt hat. So sagen sie: «Herr, gib uns allezeit dieses Brot!» Erst jetzt erklärt Er: «Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten» (V. 35). Das ist die erste grosse Wahrheit in diesem Kapitel: Der Sohn Gottes, der vom Himmel gekommen und Mensch geworden ist, ist das Brot des Lebens!

Die Brote, die der Herr vermehrt hat und von denen viele Menschen gegessen haben, haben bloss für ein paar Stunden den körperlichen Hunger gestillt. Doch das Brot des Lebens stillt jeden Hunger und jeden Durst, d.h. jedes Bedürfnis des Herzens und der Seele. Es gibt völlige Befriedigung und Freude. Welch eine wunderbare Speise haben glaubende Menschen im Herrn Jesus, dem Sohn Gottes, der als Sohn des Menschen dieses gewaltige Angebot macht!

Das Wirken des Vaters und die Verantwortung des Menschen

Wie ist es möglich, dass ein Mensch zum Herrn Jesus kommt und an Ihn glaubt? In den Versen 36-48 zeigt der Herr den Weg auf.

Der natürliche Zustand des Menschen hindert ihn daran, zu Christus zu kommen, denn er ist ein Feind Gottes. Sein Herz ist verhärtet. Von sich aus will der Mensch nicht (V. 36) und kann er nicht (V. 44) zu Jesus Christus kommen! Es braucht das Eingreifen Gottes, des Vaters, in Liebe, Gnade und Macht, um den Menschen zu ziehen und ihn dem Sohn zu geben (V. 37.44). Gott, der Vater, schaltet sich ein, indem Er durch göttliche Unterweisung auf das Herz des Menschen einwirkt (V. 45), damit der Mensch den Sohn erkennt, zu Ihm kommt, an Ihn glaubt und ewiges Leben empfängt (V. 40).

Wie steht es aber mit der Verantwortung von uns Menschen? Sind wir nicht verantwortlich, zu Gott umzukehren und an den Herrn Jesus zu glauben? Hat Gott uns nicht geboten, Buße zu tun und zu glauben? (Apg 17,30; Röm 1,5; 16,26). Das ist tatsächlich so. Das souveräne Handeln Gottes in Gnade hebt die Verantwortung des Menschen in keiner Weise auf. Gott richtet die Botschaft des Evangeliums an uns Menschen und erwartet eine Antwort. Er erwartet Glaubensgehorsam! Das ist unsere Seite.

Aber als Glaubende blicken wir zurück und erkennen: Es ist nicht von uns ausgegangen. Gott hat uns in seiner Liebe und Gnade zum Sohn gezogen. Er hat bewirkt, dass wir zum Sohn gekommen sind. Er hat in unseren Herzen gewirkt und den rettenden Glauben geschenkt, damit wir ewiges Leben bekommen haben. Er hat uns dem Sohn gegeben.

Der Herr Jesus wird uns in Johannes 6 als die Person des Glaubens vorgestellt: Er ist der Sohn des Menschen, der denen ewiges Leben gibt, die an Ihn glauben. Aber wir erkennen auch, dass der Vater alles gewirkt hat, um uns im Sohn zu segnen. So finden wir in den Versen 39 und 40 den Willen Gottes im Blick auf diese beiden Seiten:

  • In seiner Gnade hat der Vater Menschen dem Sohn gegeben, und keiner von ihnen geht verloren. Der Herr wird sie alle auferwecken, damit sie ewig mit Ihm leben.
  • Jeder, der den Sohn im Glauben aufnimmt, hat ewiges Leben. Das ist ein unverlierbarer Besitz, denn Christus wird alle Gläubigen auferwecken.

Der Wille des Vaters und die Tätigkeit des Sohnes setzen die Erlösten in absolute Sicherheit!

Das einmalige Essen und Trinken

Ab Vers 49 greift der Herr noch einmal das Essen des Mannas in der Wüste auf und stellt es dem lebendigen Brot gegenüber.

  • Das Manna in der Wüste war Brot der Starken (Ps 78,25), Brot aus dem Himmel (V. 31). Aber es konnte nur das natürliche Leben erhalten. Die Israeliten assen es jeden Tag und sind trotzdem gestorben (V. 49).
  • Das Brot des Lebens hingegen gibt dem, der davon isst, d.h. der den Herrn Jesus im Glauben aufnimmt, ewiges Leben (V. 47.48). Dieses Leben kann durch den Tod nicht angetastet werden (V. 50) und gehört zum Himmel (V. 51). Es findet seine volle Erfüllung in der Auferstehungswelt und in der neuen Schöpfung, worauf der Ausdruck «auferwecken am letzten Tag» in Vers 54 hinweist.

Damit das möglich werden konnte, musste der Herr in den Tod gehen. Davon beginnt Er zu sprechen, wenn Er am Ende von Vers 51 sagt: «Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.» Das ist die zweite grosse Wahrheit seiner Belehrungen in diesem Kapitel: Der Sohn des Menschen musste sterben, damit glaubende Menschen ewiges Leben haben!

Wieder staunen wir, mit welcher Weisheit Er die Juden belehrt, um ihnen die Wahrheit verständlich zu machen. Er ist nicht nur das wahre Brot des Lebens, das alle Bedürfnisse stillt. Er muss auch sterben, damit ein Mensch ewiges Leben bekommen kann. Mit dem Wechsel vom Bild des Brotes zum Bild des Fleisches – das ebenfalls von Ihm als dem Mensch gewordenen Sohn Gottes spricht (Joh 1,14) – deutet der Herr seinen Tod an.

Auf den Einwand der Juden in Vers 52 geht der Herr nicht direkt ein, sondern führt die fundamentale Wahrheit seines Todes weiter aus. Er macht deutlich: «Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst.» Er spricht nun von seinem Fleisch und seinem Blut und vom Essen und Trinken, um folgende Tatsachen unmissverständlich klarzumachen:

  • Fleisch und Blut: Es handelt sich um sein Sterben am Kreuz. Um diesen Gedanken zu unterstreichen, erwähnt der Herr zusätzlich sein Blut. Dadurch wird deutlich, dass Er sein Leben geben musste. Sein Tod war nötig, damit Er glaubenden Menschen ewiges Leben geben kann (vgl. Joh 12,24).
  • Essen und trinken: Jeder muss den gestorbenen Heiland persönlich im Glauben annehmen. Der Mensch bekommt nur dann ewiges Leben, wenn er für sich die Wahrheit ins Herz aufnimmt, dass der Herr Jesus für ihn persönlich sterben musste. Essen und Trinken sind ausdrucksstarke Bilder. Was wir essen und trinken, nehmen wir auf, damit es zu einem Teil von uns selbst wird. So ist es auch mit dem persönlichen Glauben an den gestorbenen Erlöser.

Dieses einmalige Essen und Trinken geschieht, wenn der Mensch – gezogen vom Vater – zu Jesus Christus kommt und Ihn im Glauben als seinen Erlöser annimmt. Einfach gesagt: Wir haben dieses Essen und Trinken bei unserer Bekehrung verwirklicht.

Das wiederholte Essen und Trinken

In Vers 54 geht der Herr in seiner Belehrung einen Schritt weiter und spricht von einem Essen und Trinken, das sich wiederholt. Wir brauchen den Heiland nicht nur, um errettet zu werden und Leben zu bekommen. Wir haben Ihn auch als geistliche Nahrung für das neue Leben nötig. Er, der Sohn Gottes, der Mensch geworden und gestorben ist, ist in seinem Tod die wahrhaftige Speise für das geistliche Leben. Wenn wir uns beim Bibellesen mit Ihm und seinem Sterben am Kreuz beschäftigen und unter Gebet über Ihn nachdenken, nähren wir uns von diesem Brot aus dem Himmel, das in den Tod ging. Wir «essen» diese wahrhaftige Speise und «trinken» diesen wahrhaftigen Trank.

Wir sehen Jesus, wie Er wegen des Leidens des Todes ein wenig unter die Engel erniedrigt war (Heb 2,9), wie Er in seinem Leben das Angesicht wie einen Kieselstein machte (Jes 50,7) und seinen Weg nach Jerusalem ausrichtete (Lk 9,51). Wir denken darüber nach, wie Er den Kelch der Leiden und des Todes aus der Hand des Vaters annahm (Joh 18,11), um entschieden nach Golgatha hinauszugehen (Joh 19,17). Mit bewegten Herzen betrachten wir die Leiden, die Ihm seine Geschöpfe zufügten. Es sind die körperlichen Leiden der Kreuzigung und die seelischen Leiden durch den Spott der Menschen. Wir versuchen, über die Leiden vonseiten Gottes nachzudenken, die Er in den drei Stunden der Finsternis und des Verlassenseins von Gott erduldet hat. Wir sehen, wie das Schwert des göttlichen Gerichts gegen Ihn erwachte und wie Er sein Leben in den Tod ausschüttete.

Der Tod des Lammes Gottes ist das Zentrum der Wege Gottes mit den Menschen. Das Kreuz von Golgatha ist die Grundlage von jedem Segen, den Gott den Menschen geben möchte. Der Opfertod des Herrn Jesus ist die Voraussetzung, dass Gott, der Vater, mit der ersten Schöpfung zum Ziel kommt und dass Er seine ewigen Absichten und Pläne erfüllen kann. Durch den Opfertod des Herrn Jesus ist Gott vollkommen offenbart, d.h. völlig dargestellt und dadurch unendlich verherrlicht worden (Joh 13,31; 17,4). Alles, was Gott in Licht, in Liebe und in göttlicher Majestät ist, wird im Tod des Heilands gesehen. An diesem heiligen Opferlamm fand Gott seine vollkommene Befriedigung und Freude (Eph 5,2; Joh 10,17). Gleichzeitig hat der Herr Jesus durch sein Opfer Sühnung für unsere Sünden, ja, im Blick auf die ganze Welt (1. Joh 2,2) bewirkt. Das, was Gott schrecklich beleidigt und verunehrt hat, ist durch dieses Brandopfer am Kreuz zugedeckt und aus der Gegenwart Gottes weggetan worden. Nur sein Sühnungstod, durch den Er Gott im Blick auf die Sünde und die Sünden verherrlicht hat, konnte dies bewirken. Aufgrund dieses Opfers schenkt Gott den Glaubenden Erlösung und Vergebung (Eph 1,7).

Erkennen wir nun ein wenig, weshalb der Herr hier so eindringlich davon spricht, dass sein Fleisch und sein Blut, d.h. Er als der gestorbene Sohn des Menschen, die wahrhaftige geistliche Nahrung für uns ist?

Diese Speise wird uns verändern. Unser Herz und unsere Gesinnung werden von unserem Erlöser geprägt werden. Diese Nahrung führt uns zu einer lebendigen Gemeinschaft mit dem Herrn und zur Anbetung (V. 56). Sie bewirkt ein Glaubensleben, das durch Ihn geprägt wird. Dann werden die Impulse von Ihm ausgehen und in unserem Leben wird etwas von Ihm sichtbar. Der Herr drückt diese letzte Auswirkung wie folgt aus: «Wer mich isst, wird auch leben meinetwegen» (V. 57).

Diese Speise führt dazu, dass wir getrennt von der Welt leben, uns vor der Sünde in Acht nehmen und mit Demut und Sanftmut unseren Weg gehen. Immer wenn Petrus in seinem ersten Brief Jesus Christus als unser Vorbild zeigt, weist er auf den Tod des Herrn hin (1. Pet 2,21-24; 3,18; 4,1). Stimmt uns das nicht nachdenklich?

Eine Entscheidung wird gefordert

Für viele von seinen Jüngern ist diese Unterweisung des Herrn zu hart. Doch Er nimmt nichts davon weg, sondern weist in Vers 62 noch auf die dritte grosse Wahrheit in diesem Kapitel hin: Der Sohn des Menschen fährt in den Himmel auf!

Als Er von seiner Himmelfahrt spricht, gehen viele von den Jüngern weg und folgen Ihm nicht mehr nach. Die Worte des Herrn – von seinem Tod und seiner Rückkehr in den Himmel – fordern eine Entscheidung. Nun offenbart es sich, wer Ihm bis zu diesem Zeitpunkt nur äusserlich nachgefolgt ist und einen Messias erwartet hat, der den menschlichen Vorstellungen entspricht. Hier wird deutlich, dass der natürliche Mensch die göttliche Wahrheit nicht annimmt, ja nicht einmal annehmen kann. Er betrachtet sie als eine Torheit und nimmt Anstoss an ihr (1. Kor 2,14). Darum macht Jesus seinen Zuhörern den Charakter seiner Mitteilungen klar: «Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben» (V. 63). Er hat in einer Bildersprache gesprochen, um geistliche Tatsachen aufzuzeigen, die – wenn sie im Glauben angenommen werden – neues Leben bewirken.

In seiner vollkommenen Kenntnis hat der Herr von Anfang an gewusst, wer weggehen und wer bleiben wird. Ja, Er kennt sogar den, der jetzt noch bleibt, Ihn aber später überliefern wird – Judas, einer von den Zwölfen. Dennoch fragt Er die Zwölf: «Wollt ihr etwa auch weggehen?» Manchmal stellt der Herr diese Frage auch uns. Er will nicht, dass wir Mitläufer sind, sondern dass wir Ihm mit Herzensüberzeugung nachfolgen. Sind wir entschiedene Jünger des Herrn Jesus, den die meisten Menschen ablehnen und dem viele in der Christenheit auf einem fleischlichen Weg nachfolgen möchten?

Wie schön ist die Antwort von Petrus: «Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.» Wie sehr wird sie den Herrn gefreut haben! Er freut sich, wenn auch wir diese Überzeugung haben, weil wir – an den Augen unserer Herzen erleuchtet und durch den Geist Gottes belehrt – Ihn kennen gelernt haben.

In seiner Antwort fasst Petrus das zusammen, was der Herr vorher gesagt hat. Auch wenn Petrus nicht alles verstanden hat, so hat er doch in seinem Herzen und seinem geistlichen Empfinden einen Eindruck von der Bedeutung der Worte und der Person des Herrn bekommen. Gleichzeitig ist es auch der Ausdruck einer Überzeugung, die immer mehr in ihm gewachsen ist – seit jenem Tag, an dem er Jesus als Messias kennen gelernt hat. Seither hat er noch vieles mehr von Ihm erfahren: Er ist der Sohn Gottes und der König Israels (Joh 1,49), der Heiland der Welt (Joh 4,42), der Sohn des Vaters, der in souveräner Macht Leben gibt, wem Er will (Joh 5,21), der Sohn des Menschen, bei dem jeder, der an Ihn glaubt, ewiges Leben bekommt (V. 40).

Für Petrus und die anderen Jünger gibt es keine Alternative. Zu wem sollen sie gehen? Sie haben in Jesus Christus etwas gefunden, was es sonst nirgends gibt. Dieser Eine kann in seiner Person und durch die Gabe des ewigen Lebens alle ihre Bedürfnisse stillen und ihre Herzen erfüllen.

  • «Du hast Worte ewigen Lebens.» Hier geht es um das, was der Herr gibt. Er redet Worte, die das ewige Leben offenbaren und die in denen, die an Ihn glauben, neues Leben bewirken. Das ist die zentrale Botschaft des Johannes-Evangeliums: Jeder, der an den Sohn Gottes glaubt, der Mensch geworden und gestorben ist, hat ewiges Leben (vgl. Joh 20,31).
  • «Du bist der Heilige Gottes.» Hier handelt es sich um das, was Christus ist. Durch den Glauben haben die Jünger in Ihm eine göttliche Person erkannt. Er ist der Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, um auf der Erde in einer Welt der Sünde völlig getrennt vom Bösen ganz für Gott zu leben. Er ist der Sohn Gottes, der als Mensch die Worte des Lebens in eine Welt der Sünde und des Todes bringt. Petrus bekennt mit dieser Aussage, dass die Jünger in Jesus, der als Mensch auf der Erde ist, den Sohn Gottes erkannt haben. So dürfen auch wir Christen den Herrn Jesus kennen.

Bei Ihm wollen die Jünger bleiben. Wo möchten wir uns aufhalten und bleiben? Hat der Sohn Gottes auch auf unser Herz eine so grosse Anziehungskraft, dass wir bei Ihm bleiben wollen? Erkennen auch wir im Glauben, wie gross das ist, was Er uns gibt und was Er in sich selbst ist?

  • 1Dies ist immer die Blickrichtung des Heiligen Geistes im Johannes-Evangelium. Er knüpft bei der Situation der Juden an, aber die Botschaft Gottes richtet sich immer an alle Menschen. Gott gibt dem, der glaubt, das ewige Leben. So führt Er den Glaubenden ausserhalb des Judentums auf einen himmlischen und ewigen Boden (vgl. z.B. Joh 3,16).