Göttliche Lektionen aus der Natur

Hiob 38,39; Hiob 39,30

Überblick über das Buch Hiob

Gott hat Satan erlaubt, Hiob zuerst seinen Reichtum, dann seine 10 Kinder und zum Schluss seine Gesundheit zu nehmen. Zunächst nimmt Hiob alles aus Gottes Hand an. Dann kommen seine drei Freunde, um ihm ihr Beileid zu bezeugen. Der Zustand Hiobs lässt sie eine Woche stumm bei ihm auf der Erde sitzen (Kap. 1; 2).

Nachdem Hiob den Tag seiner Geburt verflucht hat, beginnen die Freunde nach einer Erklärung für das Leid ihres Freundes zu suchen. Ihrer Auffassung nach handelt es sich um eine Strafe Gottes für eine Sünde in seinem Leben. Hiob ist sich keiner Schuld bewusst. Doch die zunehmend verletzenden Worte seiner Freunde reizen ihn, sodass er in seiner Bitterkeit beginnt, Gott anzuklagen. Nach und nach scheinen den drei Freunden die Argumente auszugehen, und Hiob scheint als Sieger aus den Wortgefechten hervorzugehen (Kap. 3 – 31).

Ein weiterer Anwesender – Elihu –, der als Jüngster bis dahin geschwiegen hat, ergreift nun das Wort. Er tadelt die drei Freunde Hiobs, weil sie ihn einerseits zu Unrecht verurteilt haben und anderseits seine Selbstrechtfertigung, die sie provoziert haben, nicht stoppen konnten. Er muss aber auch Hiob tadeln, weil dieser sich für gerechter als Gott hält. Vor allem aber rechtfertigt Elihu Gott, indem er seine Grösse, Allmacht und Gerechtigkeit vorstellt (Kap. 32 – 37).

Direkt an Elihu anschliessend ergreift Gott, der HERR, das Wort und stellt Hiob eine ganze Menge Fragen. Hätte Hiob Zeit gehabt, zwischen den Fragen zu antworten, er hätte jedes Mal «nein» sagen müssen. Zuerst spricht Gott über die Erschaffung der Erde, über die Eingrenzung des Meeres, über das täglich wiederkehrende Morgenlicht, über alles, was die Erde befeuchtet, und über den Lauf der Gestirne. Dann befragt Er Hiob über manche Tiere, zuerst über heute noch lebende, dann ausführlich über zwei Tiere, die auf einen pflanzenfressenden und einen fleischfressenden Dinosaurier schliessen lassen (Kap. 38 – 41).

Die Zucht Gottes erreicht ihr Ziel. Hiob demütigt sich vor dem HERRN, worauf Dieser ihm seine Gesundheit zurückgibt, seinen früheren Reichtum verdoppelt und ihm nochmals 10 Kinder schenkt (Kap. 42).

Überblick über Kapitel 38,39 – 39,30

In diesem Abschnitt erwähnt Gott heute noch lebende Tiere. Was Er von ihnen sagt, soll sicher kein Zoologie-Unterricht sein. Vielmehr spricht Gott mit dem, was Er von ihnen sagt, bestimmte Themen an.

Beim Löwen und Raben geht es um die Ernährung. Anhand des Steinbocks und des Hirsches spricht Gott über Geburt und Aufwachsen der Jungen. Der Wildesel, der Wildochse und der Strauss verdeutlichen die Unbezähmbarkeit. Das als Streitross abgerichtete Pferd steht für Freude am Kampf. Das Leben von Habicht und Adler spielt sich vor allem in der Höhe, in der Luft ab.

Durch das, was Gott Hiob fragt und zu ihm sagt, will Er ihm in erster Linie deutlich machen, wie anmassend er ist, wenn er meint, Gott zur Rechenschaft ziehen zu können. Aber will Gott Hiob und damit auch uns nicht auch seine Fürsorge für seine Geschöpfe zeigen? Ist diese göttliche Betreuung der Tiere nicht ein Bild seiner Fürsorge für uns? Denken wir nur daran, wie auch der Apostel Paulus das Gebot Gottes für die dreschenden Ochsen auf die Diener des Herrn anwendet (1. Kor 9,9.10).

Gott sorgt für das Lebensnotwendige (Kap. 38,39-41)

Du bist vielleicht begabt, hast eine gute Gesundheit, bist stark (wie ein Löwe). Dass du einen Arbeitsplatz hast, deine Familie versorgen kannst, schreibst du das deinen Fähigkeiten, deinem Fleiss, deiner Zuverlässigkeit usw. zu? – Erjagt die Löwin den Raub? Nein, das tut Gott. Paulus muss den Korinthern schreiben: «Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?» (1. Kor 4,7). Danke Gott vielmehr für deine Begabung, deine Gesundheit, deinen Arbeitsplatz und deinen Verstand.

Aber vielleicht meinst du, keine besonderen Fähigkeiten zu besitzen. Mit deiner Gesundheit steht es nicht zum Besten. Dein Arbeitsplatz ist nicht sicher. Vielleicht bist du sogar arbeitslos. Sollte Gott, der dem Raben und seinen Jungen Speise gibt, nicht auch dich versorgen? Das Krächzen der jungen Krähen klingt sicher nicht schön. Aber Gott wertet es als ein Schreien zu Ihm. Sollte Er dein Rufen nicht hören, da du doch vorzüglicher als viele Sperlinge bist (Mt 10,31)?

Die Jünger, die alles verlassen hatten, um dem Herrn nachzufolgen, waren um Nahrung und Kleidung besorgt. Der Meister zeigt ihnen anhand der Vögel und der Lilien, wie unnötig solche Überlegungen sind. Der himmlische Vater weiss, was wir nötig haben (Mt 6,25-34). Später konnten die Jünger auf die Frage des Herrn: «Fehlte es euch wohl an etwas?» antworten: «An nichts.» (Lk 22,35). Und wenn dann doch etwas fehlt? Paulus kannte solche Umstände. Er war darin von Gott unterwiesen worden und hatte dabei gelernt, sich zu begnügen. Dies konnte er aber nicht in eigener Stärke, sondern Gott gab ihm die dazu nötige Kraft (Phil 4,11-13).

Gott sorgt sich um die Geburt und Erziehung unserer Kinder (Kap. 39,1-4)

Geburt

Die ersten drei Verse dieses Abschnitts gelten den Schwangeren. Zählst du die Monate, Wochen und Tage bis zum erwarteten Geburtstermin? Gott, der die Tragzeit der Hirschkühe kennt, zählt mit. Er weiss um all deine Sorgen und Ängste. Du kennst den berechneten Geburtstermin. Er, der die Gebärzeit der Steinböcke kennt, weiss genau, wann deine Stunde ist. Er, der das Kreissen der Hirschkühe beobachtet, achtet auch auf dich, wenn die Wehen kommen. Spricht nicht auch der Herr Jesus von der Angst der Frau vor dieser Stunde, aber auch über die Freude, wenn das Kind geboren ist (Joh 16,21)? Im Gegensatz zu Israel, dem irdischen Volk Gottes, sind die uns Christen versprochenen und geschenkten Segnungen himmlischer Natur. Doch in 1. Timotheus 2,15 wird der gottesfürchtigen Frau die besondere Verheissung der Durchhilfe Gottes beim Gebären zugesagt.

Erziehung

«Ihre Kinder werden stark, wachsen auf im Freien; sie gehen fort und kehren nicht zu ihnen zurück.»

So wachsen die jungen Hirsche heran. Aber erinnern diese Worte nicht an das Bangen und Hoffen vieler Eltern während der Jahre der Erziehung ihrer Kinder? Wir möchten, dass die Kinder gesund heranwachsen und in diesem Sinn stark werden. Aber tragen wir auch Sorge um das Heil ihrer Seele? Sind wir ihnen eine Hilfe im Blick auf ihre Bekehrung? Und wenn sie durch Gottes Gnade den Heiland im Glauben angenommen haben, tragen wir dann Sorge, dass sie geistlich zu solchen heranwachsen, von denen die Bibel sagt: Sie sind stark, weil das Wort Gottes in ihnen bleibt? (1. Joh 2,14). Wollen wir uns nicht alle Mühe geben, das lebendige Wort in ihre jungen Herzen zu pflanzen? Das Aufnehmen in Sanftmut und das Wachstum kann nur der Herr bewirken (Jak 1,21b; 1. Kor 3,6).

So, wie die Hirschkälber im Freien aufwachsen, so werden unsere Kinder mit zunehmendem Alter immer mehr Zeit ausserhalb des Elternhauses verbringen. Zuerst gibt es Kontakte zu den Nachbarskindern. Diese kommen entweder aus gottesfürchtigen oder aus gläubigen, aber weltlich gesinnten, oder aus ungläubigen Elternhäusern. Wir müssen wissen, mit wem unsere Kinder spielen, und dann vor dem Herrn überlegen und entscheiden, ob und zu welchen ihrer Spielkameraden wir sie gehen lassen. Es gibt auch Fälle, wo es nötig wird, einen Umgang zu unterbinden. Zu allem brauchen wir viel Gnade und Weisheit von oben.

Wenn die Umstände es nicht zwingend nötig machen, sollten wir unsere Kinder nicht vor der Kindergarten- bzw. Schulzeit in fremde Hände geben. Wir entziehen uns sonst der Verantwortung, die Gott uns als Eltern gegeben hat. Jede Stunde, die wir Eltern, vor allem die Mütter, mit den Kleinen verbringen, hinterlässt bleibende Spuren in den jungen Seelen.

Mit dem Eintritt in den Kindergarten und die Schule kommen unsere Kinder unter den erziehenden und belehrenden Einfluss anderer. Da werden sie manches zu hören bekommen und zu lernen haben, das im Widerspruch zu dem steht, was uns die Bibel lehrt. Denken wir nur an die Fächer Biologie (Geschlechtserziehung, Evolutionslehre), Religion (Bibelkritik, Religionen) und Literatur (Ansichten und Grundsätze, die Gottes Wort als böse bezeichnet). Die Gefahren, denen unsere Kinder durch den an den Schulen behandelten Lehrstoff ausgesetzt sind, sind vielschichtig. Hinzu kommt der Einfluss der Klassenkameraden. Doch der Herr ist treu und will allen gottesfürchtigen Eltern zu Hilfe kommen, damit sie diesen Gefahren in der richtigen Weise begegnen können. Wie nötig sind da unsere Gebete für unsere Kinder! Doch wir müssen auch wachsam sein und uns Zeit nehmen, um mit ihnen über das in der Schule Gelernte zu reden und ihnen die Grundsätze der Bibel zu zeigen. Und wenn unsere Kinder die Schule durchlaufen, ohne an ihrer Seele Schaden zu nehmen, dann ist das alles nur Gnade.

Loslösen vom Elternhaus

Dann kommt der Tag, an dem die Kinder das Elternhaus verlassen. Wie gehen sie fort: gefestigt im Glauben, gläubig, aber labil, oder noch nicht gläubig? Im ersten Fall werden wir sie mit einer gewissen inneren Ruhe und im Vertrauen auf den Herrn ziehen lassen. Im zweiten Fall wird es nicht ohne Sorgen geschehen. Im letzten Fall kommt zu den Sorgen noch der Schmerz hinzu. Dann wollen wir die Zusage an den Gefängnisaufseher in Philippi im Glauben in Anspruch nehmen: «Du wirst errettet werden, du und dein Haus» (Apg 16,31). In jedem Fall dürfen wir täglich weiter für unsere Kinder beten und flehen.

Im Gegensatz zu den erwachsen gewordenen Jungtieren kommen unsere Kinder im Normalfall besuchsweise zu uns zurück. Wenn sie mit dem Herrn gehen, wird es eine Freude sein, sie wiederzusehen, sich mit ihnen auszutauschen und sowohl die familiäre als auch die Gemeinschaft im Herrn zu geniessen. – Wenn sie ohne den Herrn leben, dann lasst uns die Tür für sie nicht verschliessen. Und hüten wir uns davor, ständig von Bekehrung zu reden, um sie nicht aus dem Haus zu treiben (Spr 17,9b). Sie wissen ja, dass wir das wünschen. Auch unsere noch ungläubigen Kinder haben das Recht und oft das Bedürfnis, uns etwas von ihren Freuden und Sorgen mitzuteilen. Wir sollten uns für ihre Angelegenheiten interessieren. Auch wenn das Band zwischen ihnen und uns belastet ist, lasst es uns nicht völlig zerstören, sondern zu erhalten suchen.

Es ist ein grosser Trost, dass unser Gott, der von sich sagt: «Ich habe Kinder grossgezogen und auferzogen, und sie sind von mir abgefallen» (Jes 1,2), unsere Sorgen und Nöte genau kennt. Unser Herr, der die Kinder Jerusalems versammeln wollte wie eine Henne ihre Brut unter ihre Flügel (Lk 13,34) – sollte Er uns nicht verstehen?

Drei wilde Tiere – Bilder des ungläubigen Menschen (Kap. 39,5-18)

Der Wildesel

Wenn ein Kind von uns das Elternhaus verlässt, und es ist noch ungläubig, gleicht es dann nicht dem Wildesel, dessen ausgeprägter Charakterzug der unbändige Freiheitsdrang ist? Wie mancher ist froh, wenn er der vermeintlichen Enge des Elternhauses entfliehen und die Fesseln der christlichen Erziehung abstreifen kann (Ps 2,3). Wie der Wildesel allem Grünen auf den Bergen nachspürt, so suchen solche jungen Menschen ihre Erfüllung in dem, was die Welt Liebe, Ehre und Glück nennt. Aber wie das unfruchtbare Salzland kaum Nahrung für den Wildling bietet, so bleiben die Seelen in der Welt leer und unbefriedigt. Nicht selten sind es zwei Gründe, die manche Kinder so ausbrechen lassen: Streit in der örtlichen Versammlung (das Getümmel in der Stadt) und übertriebene Härte, begleitet von lauten Worten, der Väter (das Geschrei der Treiber).

Der Wildochse

Den Wildochsen kennzeichnet seine unbändige Kraft. Wie gerne würde zur Zeit Hiobs ein Bauer diese Stärke genutzt haben, um seine Äcker zu bearbeiten oder die Ernte einzubringen. Aber das Tier war unbezähmbar. Gott, der Schöpfer, hat dem Menschen natürliche Fähigkeiten verliehen. Aber statt diese in Abhängigkeit von Ihm zu nutzen, gebraucht der ungläubige Mensch sie in Unabhängigkeit und im Eigenwillen. Oft setzt er sie sogar zerstörerisch ein. Gewalttat ist neben dem sittlichen Verderben ein Kennzeichen des von Gott unabhängigen Menschen.

Saulus verbreitete in seinem religiösen Fanatismus unter den Gläubigen Angst und Schrecken. Aber der Herr zwang diesen Drohung und Mord schnaubenden «Wildochsen» in die Knie (Apg 9,1-4). Dann brachte Er mit dem «gezähmten» Paulus viel Weizen in seine himmlische Scheune. Dieser Mann hat von seiner Bekehrung an sowohl seine natürlichen Fähigkeiten als auch seine ganze Energie in den Dienst seines Heilands und Herrn gestellt.

Die Strausshenne

Fröhliche Unbekümmertheit und mit Unverstand gepaarte Sorglosigkeit sind die hier erwähnten Eigenschaften der Strausshenne. Sie zeigen sich vor allem in der Behandlung ihres Nachwuchses. Es ist erschreckend, wie gerade in unseren Ländern die Kinder oft als Last empfunden werden. Unzählige kommen gar nicht mehr zur Welt. Und wenn sie geboren werden, kommen viele von ihnen bereits im frühesten Alter während mehreren Tagen pro Woche für die grösste Zeit des Tages in eine Kinderkrippe. Nur wenige erleben noch die Geborgenheit und Liebe in einer gesunden Familie. Wie hat der egoistische Drang nach Selbstverwirklichung den Menschen verblendet! Dieser Trend in der Welt beeinflusst zunehmend auch gläubige Eltern.

Mindestens ebenso tragisch ist die Unbekümmertheit und Sorglosigkeit in Bezug auf die Seele der Kinder. Sie wird einfach vernachlässigt. Man kümmert sich nicht um das ewige Heil seiner Kinder. Der Spassfaktor spielt heute eine wesentliche Rolle, und der Teufel bietet für jeden Geschmack die passende Zerstreuung an.

Hüten wir uns vor diesem Zeitgeist und setzen wir unsere Kinder nicht allen Gefahren aus! Wie leicht könnten sie in dieser Welt «zerdrückt» und «zertreten» werden! Lasst uns vielmehr wie Noah handeln. Beim Bau der Arche dachte er auch an seine Kinder (Heb 11,7).

Gott stärkt uns im Kampf auf dem Glaubensweg (Kap. 39,19-25)

Das Pferd ist auch ein starkes Tier wie der Wildochse, doch im Gegensatz zu diesem gezähmt und abgerichtet. Von seiner Natur her ist das Pferd ein schreckhaftes Fluchttier, das sowohl bei optischen als auch akustischen Reizen leicht scheut und ausbricht. Für den Einsatz als Kriegspferd muss es jahrelang ausgebildet werden. Nur so lernt es den angeborenen Instinkt zu überwinden.

Auch wir schätzen den Kampf und die Schwierigkeiten nicht und gehen ihnen lieber aus dem Weg. Dies scheint auch bei Johannes Markus der Fall gewesen zu sein, der Paulus und Barnabas auf ihrer ersten Missionsreise am Anfang als Diener begleitete. In Perge zog er sich dann zurück (Apg 13,5.13). Doch Gott nahm diesen Mann in seine Schule, und als Paulus in den schwierigsten Umständen im Gefängnis in Rom sass, bat er Timotheus, Markus mitzubringen. Er war ihm jetzt nützlich (2. Tim 4,11). Auch wir müssen für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben kämpfen (Jud 3).

Gott zieht uns nach oben (Kap. 39,26-30)

Der Habicht

Aus der Niederung heraus schwingt sich der Habicht höher und höher, um dann, getragen von der aufsteigenden Warmluft, zu kreisen, ohne mit den Flügeln zu schlagen. Die Sorge um Nahrung und Bedeckung, um die Kinder, ja, sogar der Glaubenskampf verhindern manchmal, uns mit dem zu beschäftigen, was droben ist. Doch wir dürfen die Sorgen, die oft wie Bleigewichte an unseren geistlichen Flügeln hängen, dem Herrn übergeben (1. Pet 5,7). Unser Glaubensleben besteht nicht nur aus Kampf. Hat der Herr zu seinen Jüngern nicht gesagt: «Ruht ein wenig aus.»? Aus dieser Ruhe heraus dürfen wir uns dann aufschwingen. Hast du dich heute schon mit himmlischen Themen beschäftigt?

Der Adler

Im Gegensatz zum Habicht, der in der Niederung nistet, baut der Adler sein Nest auf einen Felsvorsprung in der Höhe. David spricht in den Psalmen oft davon, dass Gott sein Fels ist, der durch nichts erschüttert werden kann, auf dem er in Sicherheit ist (z.B. Ps 62,3.7.8).

Von einer Bergspitze aus gesehen erscheint im Tal alles klein und unbedeutend. Zudem ist man dem Himmel näher. In einem Lied heisst es: «Bring mich höher auf die Berge, in Gemeinschaft nur mit Dir.» Ist das auch dein Wunsch? Gott hat uns jetzt schon in Christus mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern. Dort finden wir die himmlischen Segnungen (Eph 2,6; 1,3). Geniessen wir sie?

Aus der Höhe spähen die Augen des Adlers sehr weit. So dürfen auch wir in die Zukunft, ja, bis in die Ewigkeit blicken. Die nächste Bergspitze in unserem Blickfeld ist das Kommen des Herrn, um uns zu sich zu holen. Dahinter erblicken wir den Gipfel seines Kommens in Herrlichkeit mit uns, um sein Reich aufzurichten. Ganz am Horizont sehen wir einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dürfen nicht auch wir geistlicherweise dem Ruf an den Apostel Johannes folgen: «Komm hier herauf, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.»?

Gott sorgt für alles

Ein Rückblick auf diese Verse zeigt, dass die Fürsorge Gottes bei unseren einfachsten Bedürfnissen des Körpers beginnt. Er trägt aber auch die Sorgen unserer Herzen, was unsere Familien betrifft, mit. Schliesslich bringt Er unseren Geist dahin, sich mit den himmlischen, ewigen Werten zu beschäftigen. Welch einen wunderbaren Gott haben wir!