Der Weg aus der Welt in das Heiligtum Gottes

2. Mose 1; 2. Mose 12

Im zweiten Buch Mose finden wir den Weg beschrieben, den Gott mit dem Volk Israel gegangen ist. Er befreite es aus der Knechtschaft Ägyptens unter Pharao und sonderte es für sich selbst ab, damit sie Ihm in einem Heiligtum in der Wüste einen Ihm würdigen Gottesdienst darbringen konnten. So möchte Gott heute Menschen aus der Knechtschaft Satans, der Welt und der Sünde befreien und in seine Gegenwart führen. Zusammen mit dem Ausgangs- und Endpunkt dieses Weges können wir sieben Stationen unterscheiden:

1) Ägypten – in Knechtschaft

Jeder ungläubige Mensch steht unter der Knechtschaft dieser Welt und ihres Fürsten, Satan: «Als wir Unmündige waren, waren wir geknechtet unter die Elemente der Welt» (Gal 4,3; Heb 2,15). Diese Versklavung äussert sich in dreierlei Hinsicht:

Druck (2. Mo 1,11)

In aller Regel stehen die Menschen unter einem Druck. Es ist der Druck, möglichst viel zu verdienen, eine möglichst hohe Position zu erreichen, sich möglichst viel Luxus zu leisten und die Freuden dieser Welt möglichst intensiv zu geniessen. Zum einen werden sie von Satan geködert und dann unter Druck gesetzt, zum andern setzen sie sich selbst unter Druck, indem sie sich gierig nach allem Greifbaren ausstrecken.

Der Apostel Johannes beschreibt die beherrschenden Merkmale der Welt mit folgenden Worten: «Alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern ist von der Welt» (1. Joh 2,16). Diese Dinge treiben die Menschen an und setzen sie unter Druck.

Härte (2. Mo 1,13.14)

Ist es nicht hart, wenn die Menschen sich hassen, wenn sie von ihren Gebundenheiten nicht freikommen, wenn Ehen zerbrechen, wenn …? Auf solches Elend wirft Paulus einen traurigen Blick: «Einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, irregehend, dienten mancherlei Begierden und Vergnügungen, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend» (Tit 3,3).

Tod (2. Mo 1,16-22)

Schlimme Folgen der Knechtschaft dieser Welt sind Kriege, Terror, Gewalttätigkeiten, Mord, Selbstmord. Paulus bringt es auf den Punkt: «Die Betrübnis der Welt bewirkt den Tod» (2. Kor 7,10). Aber schlimmer als alles ist der ewige Tod, der die Menschen ereilt, wenn sie unversöhnt mit Gott von der Bühne dieser Welt abtreten müssen, «denn der Lohn der Sünde ist der Tod» (Röm 6,23). Er bedeutet, ewig von Gott getrennt zu sein.

2) Das Passah – Rettung vor dem Gericht

Gottes Schritte

Gott schafft erstens die Möglichkeit der Stellvertretung. So dachte Er an «das Lamm Gottes», den Sohn seiner Liebe, als Er den Israeliten die Vorschriften des «Passahlammes» gab (2. Mo 12,3). Neutestamentlich finden wir diese Wahrheit in 1. Petrus 1,18-21: «Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl; der zwar zuvor erkannt ist vor Grundlegung der Welt, aber offenbart worden ist am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn aus den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat, damit euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott sei.»

Zweitens anerkennt Er das Blut des Lammes als Rettungsmittel: «Sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen» (2. Mo 12,13). So hat Gott das Opfer des Herrn Jesus angenommen, ein Opfer, das Ihn in allen Teilen vollkommen befriedigt hat. Als Beweis dafür hat Er seinen Sohn aus den Toten auferweckt. Petrus verkündigte dies an Pfingsten: «Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, dass er von ihm festgehalten wurde.» Weiter zitierte er Psalm 16, in dem gesagt wird, Gott würde «nicht zugeben, dass sein Frommer die Verwesung sehe» (Apg 2,24.27).

Schritte, die der Mensch tun muss

Der Mensch muss erstens an den Punkt kommen, an dem er in seiner Not zu Gott schreit (2. Mo 2,23). Er muss einsehen, dass er gesündigt hat und seine Sünden bekennen. In seiner Güte leitet Gott den Sünder zur Buße (Röm 2,4).

Zweitens muss er das von Gott verordnete Opferlamm akzeptieren (2. Mo 12,3). Ein schönes Beispiel dazu sehen wir beim Kerkermeister von Philippi. In seiner Verzweiflung hätte er sich beinahe selbst umgebracht. Als die beiden Diener des Herrn ihn daran hinderten, fragte er zitternd: «Ihr Herren, was muss ich tun, um errettet zu werden?» Da konnten ihm Paulus und Silas zurufen: «Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus» (Apg 16,30.31).

Drittens muss er das Blut «anwenden». Die Israeliten sollten es an die Türpfosten und an den Türsturz streichen (2. Mo 12,7). – Das bedeutet, dass die Erlösung ausschliesslich in Jesus Christus zu finden ist, «den Gott dargestellt hat als ein Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut» (Röm 3,24.25).

Viertens muss er das tun, was die Menschen aus Israel mit dem Passahlamm taten: Sie assen es (2. Mo 12,8). Er muss das Opfer des Herrn Jesus persönlich im Glauben in Anspruch nehmen. Dann ist er errettet. Davon spricht der Herr in Johannes 6,53: «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst.»

3) Das Rote Meer – Befreiung von der Welt

Drei Vorkehrungen Gottes

Er führt seine Erlösten aus Ägypten heraus (2. Mo 12,51; 13,18). – Ein Glaubender, dessen Heimat einst diese Welt war und dessen Ziele und Schicksal eng mit ihr verknüpft waren, bekommt nun ein «Bürgertum in den Himmeln» (Phil 3,20). Sein Ziel ist jetzt die Herrlichkeit, wie Paulus dies den Römern schrieb: «Ich halte dafür, dass die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll» (Röm 8,18). Unsere Zukunft als Gläubige ist eng mit unserem Heiland verbunden, «denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner Auferstehung sein» (Röm 6,5).

In einer Wolken- und Feuersäule geht Gott mit seinem Volk (2. Mo 13,21). – So ist der Herr Jesus uns Gläubigen Licht und Führer. Wir haben sein Wort, von dem es heisst: «Dein Wort ist Leuchte meinem Fuss und Licht für meinen Pfad» (Ps 119,105). In der Bibel zeigt Er uns sein Leben und Wirken und ruft uns in seine Nachfolge. Petrus sagt von Christus: «… euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fussstapfen nachfolgt» (1. Pet 2,21).

Er führt selbst den Kampf für das Volk (2. Mo 14,14). – Christus hat am Kreuz Satan, den Gott dieser Welt, vollständig besiegt. Es heisst, dass Jesus, unser Herr, «durch den Tod den zunichtemachte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und alle die befreite, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren» (Heb 2,14.15). Einem Gläubigen kann die Macht Satans nichts mehr anhaben, und gegenüber seiner List ist er «stark im Herrn» (Eph 6,10).

Was der Gläubige zu tun hat

Mit erhobener Hand aus Ägypten ausziehen und im Glauben durchs Rote Meer gehen (2. Mo 14,8.22). – Es ist für einen Erlösten und seine Umgebung wichtig, dass er seinen Glauben unter Beweis stellt, indem er die Welt und ihre Freuden aufgibt und so der Buße würdige Frucht bringt (Mt 3,8; 2. Kor 6,17). Es ist nötig, dass ein Glaubender die Brücken zur Welt abbricht, um sich die Möglichkeit zu nehmen, zu ihr zurückzukehren (Gal 6,14).

Still sein und Gott wirken lassen (2. Mo 14,14). – Wenn jemand zum Glauben gekommen und «dem Verderben entflohen ist» (2. Pet 1,4), wird Satan alles aufbieten, um ihn wieder unter die Knechtschaft der Welt zurückzubringen. Er benutzt dazu möglichst Menschen, die uns nahe stehen, wie Verwandte und frühere Freunde, damit wir «den jetzigen Zeitlauf wieder liebgewinnen» und «als Beute weggeführt werden» (2. Tim 4,10; Kol 2,8). Es ist wichtig, nicht mit ihnen zu diskutieren, sondern still den Weg des Glaubens weiterzugehen. Wir werden erleben, wie Gott solche Problemsituationen für uns löst, denn «wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?» (Röm 8,31).

Das Danken nicht vergessen (2. Mo 15,1-21)! – Dem Erlösten bleibt die schöne Aufgabe, Gott zu loben und zu preisen (Röm 5,11; Kol 1,12.13).

4) Das Manna – die Nahrung aus dem Himmel

Gott gibt den Seinen Brot (2. Mo 16,4). – Uns sagt der Herr Jesus: «Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist» (Joh 6,51).

Jeder Israelit musste jeden Tag neu vom Manna einsammeln (2. Mo 16,4.16). – Es ist lebensnotwendig, dass jeder Gläubige täglich mit Gebet in der Bibel liest, damit ihm Jesus Christus immer lebendig vor Augen und Herz steht. In Gottes Wort findet er auch Wegweisung und Hilfe, um mit den Problemen in Familie und Beruf fertig zu werden. Paulus ermutigt uns: «Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen» (Kol 3,16).

5) Das Wasser aus dem Felsen

Aus dem geschlagenen Felsen strömte Wasser (2. Mo 17,6), «denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus» (1. Kor 10,4). Das aus dem geschlagenen Felsen fliessende Wasser ist ein Bild des Heiligen Geistes, der jetzt in jedem Glaubenden wohnt und die Kraft seines neuen Lebens ist. Der Herr Jesus sagte zur Frau am Jakobs-Brunnen: «Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer irgend aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt» (Joh 4,13.14).

Und am letzten Tag des Laubhüttenfestes rief Er dem Volk zu: «Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fliessen. Dies aber sagte er von dem Geist, den die an ihn Glaubenden empfangen sollten» (Joh 7,37-39).

Das Volk Israel brauchte das Wasser aus dem Felsen nur zu trinken. – Wenn der Zustand eines Gläubigen gut ist, kann der in ihm wohnende Heilige Geist ihn auch erfüllen und leiten. Deshalb mahnt Paulus: «Werdet mit dem Geist erfüllt» (Eph 5,18).

6) Das Gesetz

Gott offenbart sich und sagt, wer Er ist (2. Mo 20,1.2). – Wenn wir das Wort Gottes lesen, stellen wir fest, «dass Gott Licht ist». Wir erkennen aber auch, «dass Gott Liebe ist» (1. Joh 1,5; 4,8). Durch sein Wort und seinen Geist führt Er uns zur Erkenntnis, dass die Glaubenden Gott zum Vater haben (Joh 20,17; Röm 8,14-17).

Gott gab seinem Volk aber auch Gebote und Rechte (2. Mo 20,3-23). – So zeigt uns die Bibel den Willen Gottes im Blick auf das Verhalten der Gläubigen Gott und dem Herrn Jesus gegenüber, aber auch gegenüber allen Menschen und in allen Lebensumständen (2. Tim 3,16.17).

Das Volk Israel konnte das ihm auferlegte Gesetz nicht halten (2. Mo 32,7.8). – Auch uns ist es unmöglich, den Willen Gottes aus eigener Kraft zu vollbringen (Röm 7,19). Dies ist nur in Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und in der Kraft des Heiligen Geistes möglich. «Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn ausser mir könnt ihr nichts tun» (Joh 15,5; Gal 5,16).

7) Das Zelt der Zusammenkunft

Die Seite Gottes

Gott will bei seinem erlösten Volk wohnen: «Sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne» (2. Mo 25,8). – Das Verlangen Gottes, inmitten der Menschen zu wohnen, wird in der Versammlung des lebendigen Gottes vollkommen gestillt. Sie ist «eine Behausung Gottes im Geist» (Eph 2,22).

Gottes Absicht ist, aus dem Zelt der Zusammenkunft heraus mit seinem Volk zu reden (2. Mo 25,22). – So ist heute die Versammlung der Ort, wo Gott seinen Namen wohnen lässt und seine Wahrheit hochgehalten wird (1. Tim 3,15).

Gott will von einem erlösten Volk Priesterdienst entgegennehmen (2. Mo 28,1). – Das Herz Gottes, des Vaters, «sucht Anbeter, die ihn in Geist und Wahrheit anbeten» (Joh 4,23). Dieses Suchen des Vaters findet seine Antwort in der Versammlung des lebendigen Gottes, die ein geistliches Haus ist, worin die Glaubenden als eine heilige Priesterschaft Opfer des Lobes und Dankes darbringen – Gott wohlangenehm durch Jesus Christus (1. Pet 2,5).

Die Seite der Gläubigen

Die Israeliten mussten das Heiligtum Gottes genau nach Vorschrift bauen, «so wie der HERR Mose geboten hatte» (2. Mo 25,40; 26,30). – Um die Wahrheit über die Versammlung Gottes an einem Ort verwirklichen zu können, ist es unerlässlich, seine Gedanken über die Versammlung zu kennen. Diese wurden besonders durch den Dienst des Apostels Paulus verkündigt. Deshalb finden wir sie vorwiegend in seinen Schriften (Eph 3,2.8.9; Kol 1,24-27). Wir finden aber auch an anderen Stellen im Neuen Testament Hinweise auf die Versammlung. So zum Beispiel im Gleichnis vom «verborgenen Schatz im Acker» und im Gleichnis von der «einen, sehr kostbaren Perle» (Mt 13,44-46). In Matthäus 16,18 spricht der Herr selbst von ihr: «Auf diesen Felsen werde ich meine Versammlung bauen.» In Matthäus 18,18 redet Er von der örtlichen Versammlung und von der ihr gegebenen Autorität: «Wahrlich, ich sage euch: Was irgend ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.» Dann haben wir auch in den Sendschreiben in Offenbarung 2 und 3 Hinweise auf die Versammlung. Dort wird sie in ihrer Verantwortung gesehen, die sie vor dem Herrn hat.

Da, wo man zum Namen des Herrn Jesus hin versammelt ist – also wo Er das Sagen hat –, hat Er seine persönliche Anwesenheit versprochen: «Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte» (Mt 18,20). Das bedeutet: Im Einklang mit der Heiligkeit und Liebe seiner Person und in Übereinstimmung mit seinem Wort und Willen versammelt zu sein.

Damit Gott bei den Zusammenkünften zu den Anwesenden reden kann, ist es wichtig, dass die freie Leitung und Wirksamkeit des Geistes Gottes gewährleistet ist, und zwar sowohl im Blick auf den Redner als auch bezüglich des Schriftabschnitts: «Es sind Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist … Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will» (1. Kor 12,4.11).

Um dem Wunsch des Vaters entsprechen zu können, nämlich Ihn in Geist und Wahrheit anzubeten, müssen wir uns der Tatsache bewusst sein, dass «Gott ein Geist ist». Wir können Ihn nur durch den Geist Gottes anbeten, der alles erforscht – auch die Tiefen Gottes (1. Kor 2,10) –, und in Wahrheit, d.h. so wie Er sich in seinem Wort offenbart hat.

Der Heilige Geist wird uns durch das Wort anleiten, uns von den Ungläubigen zu trennen (2. Kor 6,14 – 7,1) und in der Versammlung offenbar gewordenes Böses zu richten, sei es moralisch oder lehrmässig böse (1. Kor 5; 2. Joh 7-10). Er wird uns auch zeigen, dass wir von aller Ungerechtigkeit (das sind menschliche Auffassungen und Einrichtungen im Gottesdienst) abzustehen haben. Wir haben uns aber auch von den Gefässen zur Unehre, also von solchen, die nicht von der Ungerechtigkeit abstehen wollen, wegzureinigen (2. Tim 2,19-22).

Gott ruft alle, «die willigen Herzens sind» (2. Mo 35,5). – Jeder Gläubige, der entschlossen ist, Gottes Gedanken auszuleben, ist aufgerufen, mitzuhelfen, die Wahrheit über die Versammlung Gottes auch praktisch zu verwirklichen (Eph 4,16).

Gott ruft alle, «die weisen Herzens sind» (2. Mo 35,10). – Für die vielen Aufgaben unter dem Volk Gottes braucht es Brüder und Schwestern mit «weisen Herzen». So zum Beispiel für einen Aufseherdienst (1. Tim 3,1-7), oder als Diener und Dienerinnen (1. Tim 3,8-13; Röm 16,1.2).

Gott ruft solche, die weisen Herzens und «mit dem Geist Gottes erfüllt sind in Weisheit und Verstand und Kenntnis» (2. Mo 31,3.6). Der verherrlichte Herr hat zur Auferbauung der Versammlung Gaben gegeben (Eph 4,10-12). Das sind Brüder, denen der Herr eine besondere Aufgabe gegeben hat, als Evangelist, Hirte und Lehrer. Es ist gut, wenn wir solche Diener schätzen und ihnen die Gelegenheit geben, ihren Dienst auszuüben.

«Die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Zelt» (2. Mo 40,34.35). – Wenn wir mit einem Herzen, das für den Herrn Jesus brennt, die Gedanken Gottes im Blick auf das Zusammenkommen der Gläubigen verwirklichen, werden wir «erfüllt zu der ganzen Fülle Gottes» (Eph 3,19).