Worte des HERRN aus dem Propheten Jesaja (26)

Jesaja 43,1

Gott ist Schöpfer und Bildner der Menschen

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein (Jesaja 43,1).

Der Herr ist nicht nur der Schöpfer und Bildner aller Menschen. Aus seiner Hand sind auch die Menschen des Volkes Israel hervorgegangen. Sie haben eine bevorzugte Stellung in Verbindung mit der Erde. Das ist die Bedeutung dieser göttlichen Aussage.

Viele Glaubende haben diese Worte mit Recht auf sich persönlich bezogen. Wenn dem Menschen bewusst wird, dass er ein Geschöpf Gottes ist, wird ihm die Tatsache gross, dass ihn der Schöpfer täglich und stündlich am Leben erhält. Er gibt ihm genug zu essen und schenkt ihm Gesundheit. Das alles spricht eine deutliche Sprache zum Herzen des Menschen und macht ihm klar, dass der Schöpfer-Gott, der ihm diese Güte erweist, von seinen Geschöpfen Dank erwartet und Gehorsam fordert.

Gott ist auch der Bildner aller Menschen. Er hat jeden als Einzelexemplar gemacht und jedem sein persönliches Gepräge gegeben. David beschreibt diese Tatsache mit poetischen Worten: «Ich preise dich dafür, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiss es sehr wohl. Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich gemacht wurde im Geheimen, gewirkt wie ein Stickwerk in den untersten Örtern der Erde. Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die entworfen wurden, als nicht einer von ihnen war. Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott!» (Ps 139,14-17).

Ausserdem berücksichtigt Gott in seinen Wegen und in seinem Handeln mit den Menschen die besondere Eigenart jedes einzelnen Geschöpfs.

So steht jeder der acht Milliarden Menschen, die auf der Erde leben, persönlich vor seinem Gott und Schöpfer. Wer sich im göttlichen Licht sieht, muss jedoch erkennen, dass er seiner Verantwortung nicht entsprochen hat. Wenn er nun zu seiner Schuld steht und einsieht, dass er dafür Gottes Strafe verdient, darf er mit seiner Gnade rechnen. In einer persönlichen Begegnung mit Gott erfährt er, dass er nichts mehr befürchten muss, weil ein anderer – der Retter Jesus Christus – seinen Platz im göttlichen Gericht eingenommen hat. Durch Gottes Barmherzigkeit wird er erlöst. Er ist jetzt mit Namen bei Gott bekannt und als Erretteter ein Eigentum des Herrn.