Jüngerschaft und Nachfolge (3)

Motivation und Kraft zur Nachfolge

Die Errettung in Jesus Christus erhalten wir kostenlos, weil Er den unermesslich hohen Preis dafür bezahlt hat. Jüngerschaft dagegen hat ihren Preis für uns. Die Nachfolge des Herrn Jesus ist an Bedingungen geknüpft. Wer Ihm folgen will, muss die Kosten überschlagen. Aber was motiviert uns denn, Ihm zu folgen? Woher schöpfen wir die Kraft, um bis zum Ziel nachfolgen zu können?

Das Ziel ist das Vaterhaus. Doch die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn dürfen wir heute schon geniessen. Wie kommen wir in diesen Genuss? Bevor unser Herr ans Kreuz ging, hat Er seine Jünger darüber unterwiesen. Das sind seine letzten Worte, denen wir besondere Beachtung schenken wollen. Beim Lesen von Johannes 14 – 16 finden wir die Antworten:

1) Liebe ist die Motivation

Was veranlasst uns, Ihm zu folgen? Seine Liebe zu uns. Wenn wir Ihm nachfolgen, ist das die Antwort auf seine Liebe. «Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden» (1. Joh 4,10). Aber was ist mit Liebe gemeint? In einer Zeit, von der der Geist Gottes klagt, dass die Menschen selbstsüchtig sind und sogar die natürliche Liebe verlassen, ist es wichtig, zum Ursprung der Liebe zurückzugehen. In seinen Abschiedsworten erklärt uns der Herr, was göttliche Liebe ist:

Der Vater liebt den Sohn. Das bezeugt Johannes sieben Mal in seinem Evangelium. Wir wollen uns an drei dieser Stellen erinnern:

  1. Die Liebe des Vaters zum Sohn ist vielfältig, vollkommen, göttlich. Sie bestand schon vor seiner Menschwerdung. «Du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt» (Joh 17,24). Weil der Vater den Sohn liebt, hat Er Ihm Herrlichkeit gegeben.
  2. Weil Er als Gesandter des Vaters immer bereitwillig und treu war, bot Er Ihm dadurch neue Gelegenheit, seine Liebe zu entfalten. Er hat seinem Sohn alles übergeben (Joh 3,35).
  3. Er gab seinem Sohn ein Gebot, das Leben zu lassen, um es wiederzunehmen. Dieses Gebot hat der Sohn im Gehorsam erfüllt (Joh 10,17.18). Das war ein weiterer Grund der Liebe des Vaters zu Ihm.

Der Sohn liebt den Vater. Die Liebe des Vaters fand ein Echo in der Liebe des Sohnes zu Ihm. Die Liebe des Sohnes zum Vater zeigte sich darin, dass der Sohn als Mensch das tat, was der Vater Ihm aufgetragen hatte (Joh 14,31). Erfüllte sich in seinem Sohn nicht, was einst vom hebräischen Knecht gesagt wurde: «Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder.»? Hat nicht dieser willige Gehorsam den Vater bewegt, als Er bei zwei Begebenheiten rief: «Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.» (Mt 3,17; 17,5)?

Gott liebt uns und der Sohn liebt uns. Die Liebe des Vaters zum Sohn und die Liebe des Sohnes zum Vater blieb nicht unter sich. Gott hat uns geliebt: «Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten» (1. Joh 4,9). Wer den Herrn Jesus im Glauben annimmt, wird ein Kind Gottes und darf wissen: Der Vater selbst hat mich lieb (Joh 16,27). Zudem liebt uns auch der Sohn: «Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt» (Joh 15,9). Wie hat Er diese Liebe den Jüngern erwiesen, indem Er sie belehrt und geduldig ertragen hat! Das hat seine Liebe nicht erschöpft, Er liebte sie bis ans Ende! Er wusch Ihnen noch die Füsse, damit sie ein Teil mit Ihm haben konnten.

Seine Liebe zu uns hat das gleiche Ziel. Auch wenn wir es nicht immer schätzen, wendet Er das Wort durch seinen Geist reinigend und erfrischend auf uns an. Er wünscht, dass wir unser Teil mit Ihm geniessen. Doch das höchste Mass seiner Liebe ist seine Liebe bis in den Tod (Joh 15,13). Es ist die Liebe zu seinen Freunden, weil wir in eine vertraute Beziehung zu Ihm eingeführt sind. Lasst uns viel mit dieser grössten Liebe beschäftigt sein: mit seiner Liebe bis in den Tod! «Christus hat uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben»; «der Sohn Gottes hat mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben» (Eph 5,2; Gal 2,20).

2) Gehorsam ist der Weg

Gehorsam führt uns in den Genuss der Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und dem Vater. Grössere Liebe als seine Liebe gibt es nicht! Ist es da nicht selbstverständlich, dass wir diese Liebe erwidern? Das ist zuerst Liebe zu Ihm. Es ist notwendigerweise aber auch Liebe zu all denen, die Er liebt; die aus Gott geboren sind. Das erschöpft sich nicht in Worten allein, sondern indem wir das tun, was Er sagt.

«Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote» (Joh 14,15). Beachte, dass es «meine» Gebote sind. Das weist auf seinen Gehorsam hin. Er selbst hat die Gebote seines Vaters gehalten und ist in seiner Liebe geblieben (Joh 15,10). Deshalb sagt Er jetzt seinen Jüngern, was Er von ihnen erwartet. «Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren» (Joh 14,21). Gebote sind bestimmte Anweisungen. So fordert Er uns z.B. dreimal zur Bruderliebe auf: «Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe» (Joh 13,34; 15,12.17). Die Liebe, die wir von Ihm erfahren haben, darf sich nun auch zueinander entfalten. Er hat die Liebe durch den Geist Gottes in unsere Herzen ausgegossen. Der Herr ist die Quelle und das Mass dieser Liebe.

Haltet meine Worte (Joh 14,23). Als das «ewige Wort» hatte Er zu seinen Jüngern viele Worte geredet. Nicht alle seine Worte waren bestimmte Gebote, aber sie waren die Mitteilung seiner Gedanken und des Willens seines Vaters. Das aufmerksame Achten auf diese Worte würde für sie zum Segen sein. Es ist nicht ein blinder Gehorsam, sondern ein Gehorsam mit Einsicht und in freiwilliger Unterordnung. Als Beispiel mag uns David dienen: Als König und Prophet hat er für den Gesang im Gottesdienst Anweisungen gegeben, die unbedingt zu befolgen waren. Aber als er an einem Kampftag – es war ein heisser Erntetag – sein Verlangen nach Wasser kundtat, veranlasste das die drei Helden, das feindliche Lager zu durchbrechen und für ihn Wasser zu schöpfen. Sie befolgten nicht ein Gebot des Königs, sondern sein Wort (2. Sam 23,15). Für uns heisst das, dass wir alles aus Liebe zu Ihm tun.

Das Befolgen seiner Gebote und das Halten seiner Worte hat gesegnete Folgen:

Das Befolgen seiner Gebote führt uns in die Gemeinschaft mit dem Sohn: «Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren» (Joh 14,21). Sicher liebt der Herr jeden Glaubenden. Aber hier geht es darum, dass uns das auch bewusst wird und wir es geniessen. Ein gehorsames Kind hat eine ganz andere Beziehung zu seinen Eltern als ein widerspenstiges. Er will sich uns selbst offenbaren. Er will uns das Bewusstsein seiner Gegenwart schenken, so dass wir sie empfinden und geniessen. Das ist die Gemeinschaft eines gehorsamen Jüngers mit Jesus Christus.

Das Halten seiner Worte führt uns in die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn: «Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen» (Joh 14,23). Wenn wir in unserem täglichen Leben versuchen, sein Wort zu halten, werden wir die Beziehung zum Vater und zum Sohn bewusst geniessen. Wohnen ist nicht nur für einzelne Momente gedacht, sondern beständig. Ist das nicht ein Vorgeschmack des Vaterhauses, wo wir ewig beim Herrn und mit Ihm beim Vater wohnen werden?

Ein Jünger hat das besonders erfahren. Er nennt sich «den Jünger, den Jesus liebte». Zeichnete sich Johannes durch einen hervorragenden Charakter aus? Wohl eher nicht, sonst hätte ihn der Herr nicht Sohn des Donners genannt (Mk 3,17). Nein, er war einfach ein Jünger, der sich bewusst war, dass sein Meister ihn liebte, und der diese Liebe erwiderte, indem er Ihm nachfolgte. Deshalb kann jeder von uns ein Jünger bzw. eine Jüngerin sein, den oder die Jesus liebt!

3) Der Heilige Geist ist die Kraft in uns

Du fragst: Wie kann ich Ihn lieben und Ihm gehorchen? Er hat vorgesorgt: Der Vater hat Gott, den Heiligen Geist, in seinem Namen gesandt (Joh 14,26). Diese göttliche Person wohnt in jedem Glaubenden. Er ist in uns als göttliche Kraft wirksam, die an Pfingsten ausgegossen worden ist. An uns ist es, diese Wahrheit zu glauben und dem Geist Gottes in unserem Leben Raum zu geben und Ihn nicht zu hindern. Weil der Herr in den Himmel zurückgekehrt ist, hat Er uns einen anderen Sachwalter – auch Tröster, Fürsprecher, Beistand genannt – gesandt. Ein Sachwalter steht einer anderen Person in einer Sache (Fall) bei und vertritt sie. Als der Herr bei den Jüngern war, konnten sie sich in jeder Schwierigkeit an Ihn wenden. Jetzt ist Er, der Gerechte, beim Vater, um unsere Sache bei Ihm zu vertreten (1. Joh 2,1). Anderseits ist der Heilige Geist nun als Sachwalter bei uns.

Wozu brauchen wir solche Sachwalter? Wenn wir gesündigt haben, ist der Verkläger der Brüder umgehend da, um uns vor Gott anzuklagen. Der Sachwalter wird auf das stellvertretende Opfer des Herrn Jesus hinweisen. Uns gegenüber wird Er wirksam, um uns von unserem Fehltritt zu überführen und zu unserer Wiederherstellung zu wirken.

Der Heilige Geist tröstet uns auch, weil der Herr nicht mehr leiblich bei uns ist. Als Tröster ist Er bemüht, alles ins richtige Licht zu rücken, d.h. so wie Gott es sieht. An Stelle unseres Herrn ist Er jetzt unser Beistand; denn es ist nicht einfach, dem Herrn in einer feindlichen Welt nachzufolgen. Als der Geist der Wahrheit teilt Er uns göttliche Dinge auf objektive Weise mit, Worte der Wahrheit. Sein Name «der Heilige Geist» weist darauf hin, dass Er vom Bösen unantastbar ist.

Für die Zeit der Abwesenheit des Herrn und besonders für die letzten Tage ist es wichtig zu wissen, wie und was der Heilige Geist wirken wird. Der Herr selbst belehrt uns darüber.

Als Beistand ist Er bei uns in Ewigkeit (Joh 14,16). Wunderbare Tatsache, dass diese göttliche Person in jeder Situation bei uns ist und uns nie verlassen wird! Wir sind mit dem Heiligen Geist auf den Tag der Erlösung versiegelt (Eph 4,30). Der Herr verspricht uns: «Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch» (Joh 14,18). Das erfüllte sich durch das Kommen des Geistes.

Er ist aber nicht nur bei uns, sondern auch in uns. Paulus schreibt: «Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott in eurem Leib» (1. Kor 6,19.20). Das Wohnen des Geistes in uns ruft uns unsere Verantwortung in Erinnerung. Deshalb die Bitte des Apostels, dass wir mit der Kraft des Geistes Gottes an dem inneren Menschen gestärkt werden möchten, damit der Christus in unseren Herzen wohnen kann (Eph 3,16.17). Er wohnt auch in der Gesamtheit der Erlösten. Die Versammlung ist eine Behausung Gottes im Geist (Eph 2,22). «Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?» (1. Kor 3,16).

Rückblickend auf das Leben und die Person des Herrn Jesus unterweist uns der Geist Gottes durch die Evangelien.

Als Sachwalter belehrt Er uns: «Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe» (Joh 14,26). Wie könnten wir etwas wissen, wenn wir nicht belehrt würden? Ein Jünger ist ein Schüler, ein Lernender. Durch das Wort, durch die Gaben, die Christus der Versammlung gegeben hat, und unter der Leitung des Geistes werden wir belehrt, damit wir all das kennen, was uns von Gott geschenkt ist (Eph 4,7.8.12). Beachten wir, dass die Belehrung durch den Geist Gottes mit dem Wort Gottes in Einklang ist. Das Wörtchen alles weist darauf hin, dass die Belehrung umfassend ist.

Weiter erinnert Er uns an alles. Die Jünger waren vom Herrn belehrt worden. Diese Unterweisungen sind in den Evangelien aufgezeichnet, weil auch wir nötig haben, durch sie belehrt und durch Erinnerung aufgeweckt zu werden. Wir sollen in der Gnade und Erkenntnis seiner Person wachsen. Wir lernen in dem Mass, wie wir in der Nachfolge durch Gnade dem Herrn Jesus ähnlicher werden. Der Heilige Geist wird uns in jeder Situation an ein Wort erinnern, damit wir wissen, wie wir zu antworten haben oder an mehrere Worte, um in einer Sache umfassend Licht zu bekommen (1. Pet 3,15).

Der Geist der Wahrheit ist auch ein Zeuge. «Wenn aber der Sachwalter gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen. Aber auch ihr zeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid» (Joh 15,26.27). Der Heilige Geist zeugt von Dem, der die Wahrheit ist. Er teilt uns alles so mit, wie Gott es sieht. «Zeugen» meint eine Botschaft unverfälscht mitteilen. Er hat Johannes zum Zeugen benutzt und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist (Joh 21,24). Wenn wir die Botschaft des Evangeliums weitergeben, zeugen wir, weil wir uns auf ein wahres Zeugnis stützen.

Gegenwärtig belehrt der Geist uns über alle christlichen Wahrheiten in den Briefen des Neuen Testaments.

Der Geist der Wahrheit leitet in die ganze Wahrheit. «Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst aus reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen» (Joh 16,13.14). Der Herr konnte seinen Jüngern noch nicht alles sagen, weil sie es noch nicht tragen konnten. Seine Absicht ist es aber, uns in die ganze Wahrheit zu leiten. Wahrheit ist, wie Gott alles sieht. Wir sollen zur Erkenntnis der Lehre über die Person und das Werk des Herrn kommen, wie sie in den Briefen des Neuen Testaments entfaltet ist. Paulus z.B. achtete darauf, den ganzen Ratschluss zu verkünden (Apg 20,27). Wobei der Geist uns Schritt für Schritt nach dem Mass unseres geistlichen Wachstums in die Wahrheit einführt. Wir sollen die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind (1. Kor 2,12).

Er wird nicht von sich selbst reden, sondern was Er hören wird, wird Er reden. Die Botschaft, die der Heilige Geist verkündigt, kommt von Jesus Christus, dem verherrlichten Herrn. Sie wird nie im Gegensatz zu seiner Person oder seinem Werk stehen. Wenn jemand seine Person oder sein Werk ignoriert, infrage stellt oder gar angreift, handelt er nicht durch den Heiligen Geist!

In Bezug auf die Zukunft prophezeit Er uns das, was bald geschehen muss.

«Das Kommende wird er euch verkündigen» (Joh 16,13). Menschen interessieren sich sehr für Zukünftiges. Ungläubige versuchen selbst auf okkulten Wegen, Einsicht zu erlangen. Aber das hat Gott nicht erlaubt. Er hat uns seinen Geist als Informationsquelle gegeben. Was Dieser vom Herrn empfing, hat Er uns verkündigt. Diese Verkündigung finden wir in den Briefen und besonders im Buch der Offenbarung Jesu Christi. Obwohl die Offenbarung ein Buch des Gerichts ist, erstrahlt darin doch die Herrlichkeit des Sohnes des Menschen, die Gott Ihm gegeben hat. Als Freunde des Herrn informiert Er uns im Voraus, weil wir seine Vertrauten sind, und zwar mit dem Ziel, dass wir im Licht der kommenden Ereignisse leben. «So besitzen wir das prophetische Wort umso fester, auf das zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen» (2. Pet 1,19). Nicht zuletzt hat das prophetische Wort eine reinigende Wirkung auf unser praktisches Leben. «Jeder, der diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist» (1. Joh 3,3).

Die Hauptaufgabe des Heiligen Geistes:

«Er wird mich verherrlichen.» Die vornehmste Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, den Herrn Jesus zu verherrlichen. Er wird seine Person als ewiger Gott und wahrer Mensch, sein vollbrachtes Erlösungswerk und seine zukünftige Herrlichkeit vorstellen. Er wird Ihn vor uns hinstellen und Ihm Ehre geben.

Wir merken, dass wir in der Nachfolge des Herrn Jesus in eigener Kraft nicht weit kommen. Aber der Heilige Geist ist bei uns und in uns. Wegen unserer Schwachheit verwendet Er sich für uns vor Gott in unaussprechlichen Seufzern. Lasst uns Ihn nicht betrüben, damit Er in uns wirken kann und man bei uns mehr vom Herrn Jesus sieht.

Wir fassen zusammen: Die Liebe des Herrn ist unsere Motivation, Ihm in der Kraft des Geistes Gottes nachzufolgen und Ihm zu gehorchen.