So musste der Christus leiden (13)

«Vater, vergib ihnen!»

Sieben Worte des Herrn am Kreuz werden uns berichtet (Lk 23,34.43; Joh 19,26.27; Mt 27,46; Mk 15,34; Joh 19,28.30; Lk 23,46). Nicht jedes vermögen wir zeitlich in den Zusammenhang der Geschehnisse zu bringen, noch können wir bei allen genau die Reihenfolge erkennen, in der sie gesprochen wurden. Von dem Wort aber, dem wir uns jetzt zuwenden, haben wir anzunehmen, dass es das erste war, das der Herr ausrief, und zwar unmittelbar, nachdem man Ihn ans Kreuz geschlagen hatte.

«Sie kreuzigten ihn … Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!» Welch ein Gebet, welch ein Wort! Es steht einzig da in der Welt. Bedenken wir doch: Keinen Vorwurf und keine Anklage hören wir von Ihm am Kreuz, und bis zum «lauten Aufschrei um die neunte Stunde» auch kein Wort der Klage. Öffnete Er hier den Mund, so war es nur in neuer, unbegreiflicher Gnade. Kein Aufwallen heiligen und gerechten Zorns, kein Ruf nach Rache und nach göttlichem Gericht – «Vater, vergib ihnen», das war seine Antwort auf die letzte, furchtbarste Entfaltung der menschlichen Bosheit!

Es wäre schon ein Grosses in unseren Augen gewesen, wenn dieses Gebet den heidnischen Soldaten gegolten hätte, den unwissenden Henkersknechten. Aber für sein Volk? Für jene, die dem «Hosanna» so schnell das «Kreuzige ihn!» folgen liessen, die seine vielen Wohltaten mit dem schwärzesten Undank belohnt hatten?

Sicher, mit der bisherigen Haushaltung war alles vorbei, und Israel als Volk hatte seiner Verantwortung nicht entsprochen; es hatte «an diesem seinem Tag» (Lk 19,42) nicht erkannt, was zu seinem Frieden diente. Blieb es so, dann war es mit Israel für immer aus, und es stand ihm kein Weg mehr zum Herzen Gottes offen. Die Hammerschläge am Kreuz machten das Mass der Sünde dieses Volkes voll; aber hatten sie dieses Mass auch zum Überströmen gebracht – im Herzen Gottes war es, in Christus das Mass seiner Gnade «noch überreichlicher» (Röm 5,20) zu machen. «Er ist den Übertretern beigezählt worden» – das war, was dieses Volk mit dem «Heiligen Israels» tat; «er aber hat für die Übertreter Fürbitte getan» (Jes 53,12) – das war die wunderbare Antwort des in Gnade vom Himmel Gekommenen; und sie folgte unmittelbar auf die Hammerschläge, mit denen sie das Ziel ihrer Wünsche erreicht hatten.

«Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen» (Mt 5,44), hatte der Herr damals auf dem Berg gelehrt. Kein Wort widerstrebt der menschlichen Natur so sehr wie dieses! Er aber hatte mit Recht von sich gesagt: «Ich bin durchaus das, was ich auch zu euch rede» (Joh 8,25): Wandel und Lehre standen bei Ihm in vollkommener, unvergleichlicher Übereinstimmung. «Gelästert, bitten wir» (1. Kor 4,13), hat der grosse Apostel gesagt und folgte darin Dem, der «uns ein Beispiel hinterlassen hat, damit wir seinen Fussstapfen nachfolgten», indem Er «leidend nicht drohte» (1. Pet 2,21.23), sondern in einer so wunderbar rührenden Weise für seine Todfeinde betete.

Ähnlich wie der Herr, so hat damals Mose für das gleiche Volk Fürbitte getan, das doch auch ihn mit seiner Eifersucht verfolgt hatte. Die Heiligkeit des Herrn würde es vertilgt haben, «wenn nicht Mose, sein Auserwählter, vor ihm in den Riss getreten wäre» (Ps 106,23; 2. Mo 32,30 ff.; 4. Mo 14,10 ff.). Später aber fand Gott unter den Führern Israels keinen seinesgleichen. Klagend ruft Er aus: «Ich suchte einen Mann unter ihnen, der vor mir in den Riss treten würde für das Land, damit ich es nicht verderben würde; aber ich fand keinen» (Hes 13,5; 22,30). Jetzt hatte Er ihn in seinem eingeborenen Sohn gefunden.

«Vater, vergib ihnen» – durch dieses Eintreten vor dem heiligen Gott wurden die Beziehungen des abtrünnigen Volkes zu Ihm im Blick auf spätere Zeiten aufrecht erhalten und das gerechterweise angedrohte Gericht noch um eine Zeit hinausgeschoben. Welch wunderbare Erhörung erfuhr dieses Gebet, als der Heilige Geist herabkam! Die ersten Kapitel der Apostelgeschichte reden davon, bis zu dem Augenblick, als die «Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen» (Apg 7,51 ff.) aus diesem Volk dem «in ein fernes Land gezogenen hochgeborenen Mann», das ist dem verherrlichten Herrn, im gesteinigten Stephanus gewissermassen die Botschaft nachsandten: «Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!» (Lk 19,12-14). – Doch wir wissen, dass auch jetzt noch «Gott sein Volk nicht verstossen hat». Auch heute «besteht ein Überrest» in Israel, und einst, nach den Gerichten, wird «ganz Israel errettet werden» (Röm 11,1.5.26).

Doch so wunderbar wie die Tatsache der Fürbitte selbst, ebenso wunderbar ist auch ihre Begründung. «Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!» – Sicher würden wir anders geurteilt haben! Handelten sie nicht gegen bessere Erkenntnis? Hatten sie nicht erkannt, wer Er war? Gaben sie nicht offen zu, wie dort im Gleichnis: «Dieser ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten, damit das Erbe unser werde» (Lk 20,14)? Doch der Herr urteilt: «Sie wissen nicht, was sie tun.» – Die Gnade war gegenwärtig und umfasste alle, die zu diesem Volk gehörten, mit «ewiger Liebe», und darum auch mit «fortdauernder Güte» (Jer 31,3). Alle? Ja: «Brüder, ich weiss, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, so wie auch eure Obersten» (Apg 3,17), lässt der erhöhte Herr ihnen durch seinen Apostel zurufen. «Keiner von den Fürsten dieses Zeitlaufs» hatte die Weisheit Gottes erkannt, sagt die Schrift vom gleichen Gesichtspunkt aus, «denn wenn sie sie erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben» (1. Kor 2,7.8).

Freilich, als auch die mächtige Wirksamkeit des Heiligen Geistes nach Pfingsten das Herz dieses Volkes nicht zu erreichen vermochte, als Stephanus, obwohl sie «sein Angesicht sahen wie eines Engels Angesicht», obwohl seine Worte «ihre Herzen durchbohrten» (Apg 6,15; 7,54), unter ihren Steinwürfen zusammenbrach, da konnte nicht mehr von Unwissenheit, da musste von «Sünde» gesprochen werden; er «rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!» (Apg 7,60). – Wie ähnlich ist dieses und jenes Gebet, und doch, welch ernster Unterschied im Blick auf das immer mehr seinem Verderben entgegengehende Volk der Juden!

«Für meine Liebe feindeten sie mich an; ich aber bin stets im Gebet» (Ps 109,4). Zehn Mal finden wir bei Lukas den als abhängigen Menschen über diese Erde wandelnden Herrn im Gebet, bevor sein Weg an das Kreuz ging (Lk 3,21; 5,16; 6,12; 9,16.18.28.29; 11,1; 22,32.41.44). Manche Nacht hatte Er «im Gebet zu Gott verharrt», und einmal lesen wir, dass Er «frühmorgens, als es noch sehr dunkel war» (Mk 1,35), aufstand und hinausging, um zu beten. «Ich aber, Herr, schreie zu dir, und am Morgen kommt mein Gebet dir zuvor» (Ps 88,14). Wir wissen, auch an diesem letzten, furchtbaren Morgen war «sein Gebet Gott zuvorgekommen», dort im Garten Gethsemane, als Er «in ringendem Kampf» den Kelch aus der Hand seines Vaters nahm. «Zu dir, Herr, habe ich jeden Tag gerufen, zu dir habe ich meine Hände ausgebreitet!» (Ps 88,10). Und wie «jeden Tag», so auch am letzten Tag seines entsagungsreichen Erdenlebens: Wie das erste Wort des Herrn am Kreuz, so ist auch das mittlere und das letzte (wenn wir die Reihenfolge richtig annehmen) ein Ruf aus der Tiefe seines Herzens zu Gott gewesen.

  • O Herr, in welche Leidensnot
    bist Du für uns gekommen,
    als Du dem Starken durch den Tod
    die Todesmacht genommen!
  • Du trugst am Kreuz in Not und Pein
    – o Liebe ohne Massen! –
    die Last der Sünden ganz allein,
    von Gott und Mensch verlassen.
  • Wie furchtbar war der Feinde Macht,
    die dich, Herr, dort umgeben!
    Triumph! Du hast das Werk vollbracht,
    gabst hin dein eignes Leben.
  • Wir nahn durch dich, o Gottes Lamm,
    anbetend nun dem Throne,
    für Gott erkauft am Kreuezsstamm
    und dir geschenkt, dem Sohne.

Schmähungen bis in den Tod

In der Glut der Orientsonne1 hing der Herr am Kreuz, unter den Blicken und den nicht-enden-wollenden Schmähungen seiner Feinde, in einer über alle unsere Vorstellungen hinausgehenden qualvollen Lage (Mt 27,39-44; Mk 15,29-32; Lk 23,35-37). Zu den körperlichen Qualen kommen, nicht weniger gross, die seiner heiligen, göttlich empfindenden Seele – bis in den drei Stunden der Finsternis die Feuergluten des göttlichen Gerichts an die Stelle der Sonnengluten des tödlichen Gifts der geschärften Waffen aus Menschenmund traten. «Mitten unter Löwen ist meine Seele, unter Flammensprühenden liege ich, unter Menschenkindern, deren Zähne Speere und Pfeile sind, und deren Zunge ein scharfes Schwert ist» (Ps 57,5). «Viele Stiere haben mich umgeben, gewaltige Stiere von Basan mich umringt. Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt wie ein reissender und brüllender Löwe. Wie Wasser bin ich hingeschüttet, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; wie Wachs ist geworden mein Herz, es ist zerschmolzen inmitten meiner Eingeweide. Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Tonscherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich» (Ps 22,13 ff.). – Wie ergreifend ist diese Schilderung der körperlichen und seelischen Leiden des Herrn am Kreuz aus seinem eigenen, heiligen Mund!

Das aber ist es gerade, was den Spott und Hohn, der Ihn traf, in unseren Augen so besonders verwerflich erscheinen lässt, dass er, wie er sich vorher über den gebundenen Christus ergoss, nun auch vor dem gekreuzigten Herrn nicht Halt macht. Dabei scheinen sich, mit Ausnahme jener wenigen Treuen, die «bei dem Kreuz Jesu standen» (Joh 19,25), alle, die zugegen waren, an den Schmähungen beteiligt zu haben: das Volk, die Obersten, die Soldaten und die Übeltäter. Und selbst die Schrecken der nachher hereinbrechenden dreistündigen Finsternis reichten nicht hin, um ihnen den Mund zu verschliessen (Mt 27,47.49).

Ganze Mengen des Volkes, das ja wegen dem Fest aus allen Teilen des Landes in Jerusalem zusammengeströmt war, wanderten «zu diesem Schauspiel» (Lk 23,48) nach Golgatha hinaus; aber ob es nun «dastand und zusah» oder vorüberzog – der dort am Kreuz hängende «Mann der Schmerzen» war ihnen nur Zielscheibe der Lästerung und des Hohnes, des Spottes und der Schmähung. «Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie reissen die Lippen auf, schütteln den Kopf» (Ps 22,8). Wie präzise ist Gottes Wort! Denn was dort geschrieben stand, trat jetzt ein: «Die Vorübergehenden aber lästerten ihn, indem sie ihre Köpfe schüttelten und sagten: Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst» (Mt 27,39.40). Das war das gleiche Wort, das schon in der nächtlichen Gerichtsverhandlung Gegenstand ihres «falschen» und «nicht übereinstimmenden» Zeugnisses war. Welche Vermessenheit, Ihm dieses Wort, das Er nie gesagt hat, aufs Neue entgegenzuhalten! Es war wirklich so: «Meine Worte verdrehen sie den ganzen Tag, alle ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen!» (Ps 56,6). – «Wenn du Gottes Sohn bist, so steige herab vom Kreuz!» – Das war schon am Anfang der Laufbahn des Herrn die Sprache von dem gewesen (Mt 4,3.6), der nun in seinen Dienern in den «Söhnen des Ungehorsams» (Eph 2,2), wirkte.

«Es höhnten aber auch die Obersten mit denselben.» – «Die im Tor sitzen, reden über mich» (Ps 69,13). – «Die Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, sie ist verflucht» (Joh 7,49), hatten sie bei einer früheren Gelegenheit gesagt, aber hier machten sie sich eins mit dem von ihnen so verachteten Volk. Die Geringschätzung des Herrn hatte Pilatus und Herodes zu Freunden gemacht, und so war es auch mit dem Volk und seinen Obersten. Wir lesen sogar: «Ebenso spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten …» (Mt 27,41). Was hatte es zu bedeuten, wenn sie sich nicht in lauten Lästerungen ergingen (denn sie spotteten «untereinander» (Mk 15,31)) oder nicht offenkundig «die Köpfe schüttelten», sondern nur «die Nase rümpften», wie es wörtlich heisst? Die Gemeinheit wirkt umso abstossender, wenn sie sich hinter dem durchscheinenden Gewand verfeinerter Formen verbirgt.

«Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten» (Mt 27,42), sagten sie. Vor kurzem hatten sie noch den aus den Toten auferweckten Lazarus, den klaren Beweis davon, dass Er «andere gerettet hatte», aus dem Weg zu schaffen versucht, «weil viele von den Juden um seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten» (Joh 12,11). Jetzt aber, als sie meinten, am Ziel ihrer Wünsche zu sein, geben sie es in zynischer Offenheit zu, dass Er andere gerettet hat.

Und hätte Er sich nicht selbst retten können? Wir wissen, dass es so war, und bewundern Den, der die Anwendung seiner Macht verschmähte.

«Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten» – welch ein Wort! Um andere retten zu können, konnte Er nicht sich selbst retten! Er wusste, dass es keinen anderen Weg gab, um die armen, so tief gefallenen Menschen aus dem Sündenelend an das Vaterherz Gottes zu bringen. Wie jener Knecht im Gesetz sagte Er: «Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht frei ausgehen!» (2. Mo 21,5). Er wollte sich nicht retten; und Er konnte es nicht, wenn Er dich und mich retten wollte. Er war gekommen, «zu suchen und zu erretten, was verloren ist» (Lk 19,10); nicht um etwas für sich selbst zu suchen, sondern «um zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben für viele» (Mk 10,45).

«Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Der Christus, der König Israels, steige jetzt herab vom Kreuz, damit wir sehen und glauben» (Mk 15,31.32). Das war schon immer ihre Sprache gewesen. «Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen» – mehr als einmal hatte Er es zu ihnen gesagt – «und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten» (Mt 12,38 ff.; Mt 16,1 ff.). Doch wir wissen, dass ihnen auch dieses Zeichen nicht genügt hat; denn als dann der Sohn des Menschen «drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde» (das heisst im Grab) gewesen war, wie damals Jona «in dem Bauch des grossen Fisches», da «sahen und glaubten» sie nicht; vielmehr nahmen sie ihre Zuflucht zu Bestechung und Lüge, indem sie das Volk der Juden «bis auf den heutigen Tag» über die von ihnen selbst wohl erkannte Wahrheit seiner Auferstehung täuschten (Mt 28,11-15). – Wie steht ein Thomas da in diesem Licht! Der Herr sagte zu ihm: «Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben!» (Joh 20,29).

An diesen Schriftgelehrten aber erfüllte sich das Wort: «Sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen» (Mt 13,14). Ihre ganze erschreckende Blindheit wird offenbar, wenn sie nun ein Wort aus den Schriften anführen, ohne sich dessen bewusst zu werden, dass es der Psalmist den Feinden Israels in den Mund legt: «Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt» (Mt 27,43; Ps 22,9). – «Wie eine Zermalmung in meinen Gebeinen verhöhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?» (Ps 42,11) Nichts kann uns besser die Gefühle des derart Verhöhnten wiedergeben.

Das Mass der Erniedrigung wird voll, wenn jetzt auch die heidnischen Soldaten (Lk 23,36.37)und die mit Ihm gekreuzigten Räuber (Mt 27,44) dem ruchlosen Beispiel des Volkes und seiner Obersten folgen. Er aber, unser geliebter Herr, mag im Geist ausgerufen haben: «Herr, wie zahlreich sind meine Bedränger! Viele erheben sich gegen mich. Viele sagen von meiner Seele: Bei Gott ist keine Rettung für ihn! Du aber, Herr, bist ein Schild um mich her, meine Herrlichkeit und der, der mein Haupt emporhebt» (Ps 3,2-4). – «Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin! Ich werde erhöht werden unter den Nationen, ich werde erhöht werden auf der Erde» (Ps 46,11).

  • 1In jenen Ländern gibt es keinen allmählichen Übergang vom Winter zum Sommer, wie bei uns, und im April, in dem das Passah gefeiert wurde, ist der Sommer schon in vollem Gang. «Lässt sich die Sonne», schreibt ein Kenner des Heiligen Landes, «schon im Winter ihre Macht nicht allzu sehr beschränken, im Sommer beherrscht sie alles mit souveräner Gewalt.» Aus Lukas 23,45 wissen wir, dass sie schien.